Ueba mi - oder über mich

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"uebami"-oder-aba-"ueber mi" oder aber "ueber mich"

I muass mi dro gwohna

Oder: Ich muss mich daran gewöhnen

© Brigitte Obermaier, München, 2002-06-06

Boirisch kon I a bisserl

© Brigitte Obermaier, München, 2002-05-29

 

Unsterblichkeit oder Denkmal

© Brigitte Obermaier, München, 23. 10 1995

Abgelehnt

© Brigitte Obermaier, München, 8. 7. 1999

Inhalt :  uebami-ueber-mich

Boirisch kon i a bisserl 

I muass mi dro gwohna

Abgelehnt

Unsterblichkeit oder Denkmal

I muass oiwei jammern mit’m Rückn.
Do Arzt sogt i builds ma ei.
I kon dem net entrücken.
I muass mi dro gwohna, ja mei.
 
Zwicks mi amoi da und da in de Knochen.
Da Fuass duat weh, koa Aufschneiderei.
Kon net laffa, nur hatsch und innerlich kochen.
I muass mi dro gwohna, oh  mei.
 
Im Meer losst’s Schiff  ’s Oel aussilaffa.
Die Tiere verenden, welch Schweinerei.
De Verantworltichen dern nur gaffa.
I muass mi dro gwohna, welch Gaunerei.
Im Urwald werd abghoizt ohne Pardon.
Im Park saglns de Bam um mit Schinderei.
I hob koan Schottn mer, wer fragt danach scho.
I muass mi dro gwohna, welch Prellerei.
Allerorts gibt’s furchtbare Kriege.
A jeda leidet bei ana Rauferei
Bombn und Gwalt fiarn net zum Siege.
I muass mi dro gwohna, sovui Keilerei.
 
De Kinda san am schlimmern dro.
De wachsn ins unschuldige Lebn hinei.
Drum fiars du aufn richtign Weg.
A jeda muass si dro gwohna, es is a Plogerei.
Und oiwei such I, in a jem Gsicht.
Des Lachen und die Neckerei.
Lustigkeit und Tollerei des erquickt.
I kunnt mi dro gwohna und des ollewei.
 
I  moanat, I kannt,
dabei  kon is do net gnau.
I  bin net perfekt
Blos  a kloans bisserl schlau.
 
A kloans bisserl moant I
Kannt i’s sprecha de boarische Sprach.
A kloans bisserl nur so fiar mi
De Grammatik de lliegt dabei brach.
Etza suach i oan
Der derf mi verbessan.
Bittsche net kaptt macha oals.
Vielleicht woass der mehra oder soga bessa.
Was kann der Mensch erreichen im Leben ?
Dieser Frage wollte ich nachgehen.
Schön wäre die Unsterblichkeit!
Doch wie soll das geschehen?
Ist man ein unbeschriebenes Blatt.
So hat man keine Chance.
Doch wer als Künstler geniesst das Leben.
Steht eines Tages im Lichterglanze.
Der Traum eines jeden Künstlers, ob Frau, ob Mann.
Das Leben so leben wie die großen Leute.
In einem Atemzuge mit ihnen genannt.
Erweckt ungeahnte Lebensfreude.
Doch eines weiss ich bestimmt, ich steh nicht damit da allein.
Ich muss nicht unbedingt auf einem Sockel stehen.
Es könnte zwar herrlich sein.
Mich als Bronzestatute verewigt zu sehen.
Nur im Park sieht man mit Schrecken,
Das wäre für mich die grösste Pein.
Goethe kann das jeden Tag erleben.
Wie ein Hund hebt hoch sein Bein.
Es fing der Verleger zu sprechen an:
Herr Goethe an ihrem Geschreibse ist nichts dran.
Götz von Berlichingen finden wir zwar gut.
Leider, Sie sind noch Unbekannt, wie ein leerer Kopf ohne Hut.
Goethe dachte, laßt Euch mal überraschen.
Griff tief in seine Geldbeutel-Taschen
Für den Druck suchte er sich selbst einen Verleger.
Heute ist das Stück ein Kassenfeger.
 
Krieg und Frieden von Leo Tolstoi, gehört zu den berühmten Namen.
Ebenfalls auf die Abschußliste populärer Persönlichkeiten  kamen.
Da war drauf  Marcel Prousts, sowie die Verse von Walt Whitman
Edgar Allan Poe legte sich gleich selbst  einen Gedichtband an.
Das war in den letzten Jahrhunderten, das ist schon lange her.
Auch heute ist das Verlegen immer noch schwer.
Eine Zurückweisung seitens eines renommierten Verlag’s
Liegt auch heute noch täglich am Tag.
Die Autoren sie schreiben weiterhin so gerne.
Suchen immer wieder Verleger in weiterer Ferne.
Man hört  die Worte leicht etwas gedehnt.
Schmerzhaft nicht tröstend – leider – abgelehnt.

 

 



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