mera Gdichtl - oder - mehrere Gedichte

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Schuahplattla 

Euro  am Anfang 1999

Ois endli vorbei is da Aufräumrausch.

Als ich Autorin wurde

Der Schriftsteller

Mia foilt nix ei

Als der Grantler schlecht drauf war

 

 

Euro am Anfang 1999

© Brigitte Obermaier, München, 1.1.1999

 

Da Euro kommt des war doch kloar.

Wannst das no net woaßt, er is scho da.

Zua Zeit ois Zahlungsmittel, bei da Bank.

Da Geldbeitel der bleibt no etwas blank.

Doch jetza kimmt des Finanzamt her.

Sogt, zoag ma deine Quittungen her.

Aba de macha des erst in de nächsten Joar.

Des woas ma a so, des is doch kloar.

So schaug i drauf, auf mei Bong.

Euro DM erklingt im Kopf a Gong.

Jetzta hamma des Schlamassel parat.

Bei der Summ steht net drauf Euro oder Dmark.

I hab telefoniert mit dem Finanzamte

Na, na, na, des san bsondre Beamte.

De ham no koa Anweisung von ohm.

Wart‘n de auf himmlische Eingebung von da drom?

Drum sog i zu de Geschafter heit.

Ihr kennts doch schreibn liabe Leit.

In’d letzte Zeile eine, wia gwoalt.

Si ham mit Euro oder DM zoahlt.

Schuahplattla

© Brigitte Obermaier, München, 08.03.2000

Sie drahn se im Kreis.

Und koana woiss

Ob’s earna schwindlig werd.

Da Tanza die Tanzarin umschwirrt.

De Fraun miassn außi drahn.

Derweil d’Manna in da Mittn stahn

De linke Hand wird hochghobn

Ohne Jemand‘ z’lobn

Dannn landets mit Geklatsch‘

Auf’m Obaschenkl mit Gepatsch‘

Schee - se wechslt se ob de linke Hand.

Mit da Rechtn wieda, fix rasant.

Moi tippt de auf’n Schuah

A Wirrwarr is Schuhplattl’n im Nua.

San’s ferti verwaht wia a Blattl im Wind.

Drah’n se sich wieda zsamm gschwind.

Ois endli vorbei is da Aufräumrausch.

Gedicht © Brigitte Obermaier, München, 15.11.1999

Brrr war‘s Wetta grauselig draussi.

Da geht ma net gern‘ aussi.

Da hob I mia g’dacht

Und mi endli aufgrafft.

Meine Gedankn revolutionär enorm

I taufat des Verwaltungsreform

In oam Tag hab I des bstimmt gschafft.

Mei Partner hot mi nua ausglacht.

Ihr ahnt net, wos des für mi bedeit.

Des bisserl Auframma, - war’s a net.

An ganzn Tog hob I reformiert.

Weggramt, Umg’ordnet, aussortiert.

Des Wegschmeißn is a stolperndes Riff.

Vui zu vui weggworfen, für mei Bgriff.

Ma muaß dabei überwindn si

Des Ergebnis war erschütternd für mi.

Des Unterste kam zu Oberst dro.

Unwichtigs ois erstes war vorn.

Wichtge Sacha de sand nu verschwundn.

Verwaltungsreform reißt tiafe Wundn.

Die Papierdonna is bis omhi voi

Ordnungsliebende, igitt, rufa wundervoi.

Moanst I bin gewordn nu einsichtig.

Fia mi is de Gmiatlikeit wichtig.

So schee werd I net wieda Aframma.

Verwaltungsreform, soin Andre davo tramma.

Ois endl vorbei is da Aufräumrausch.

Hob I aufgatmet - Punkt - aus.

 

 

Als ich Autorin wurde

Gedicht von © Obermaier Brigitte, München, 19.12.1997

Oder Brigitte Obermaier und ihre Hobby‘s

Autorin wern is net schwer

Autorin sei dagegn sehr.

So geistre I im Internet rum.

Davo beim Sitzn wird mei Rückn krumm.

An PC hab I scho lang.

De Bits und Beits macha mi no oiwai bang.

Fiar guate Fragen hab I an Sohn.

Da verzaubert mein PC-Thron.

Dafiar liegt mia des Dichtn bitt sche.

Fiar mi is des net oiwei schwer.

Amoi Dichtn oda a weng Prosa eini.

Aba Pausn miassn a moi sein.

Zua Abwechslung nehm‘ I an Pinsl ind Hand.

Moi in Enkaustik, Aquarell oder Acryl aufd Leinwand.

So draht se de Welt, bin auf Austellung vertretn, ei da Daus.

Aufn Parkett von da Weltstadt mit Herz in Minga bin I zHaus.

An Sponsor den dat i gern ham.

De Qualität meina Biacha san gspickt mit Fragn.

Naa, des Gegnteil, die Antwort konn ma drin findn.

An Verlega brauchat I für meine Biacha zum Binden.

Fiar weitre Ausstellungen lassat I mi gern fanga.

Denn beim Moiln bekomm I zartrosa Wanga.

Der Schriftsteller

Gedicht von © Brigitte Obermaier, München, 31.1.1995

 

De Schriftsteller san a eig'ne Rass'.

Ab und zua schreib'ns zwar an Kas'.

Doch vui ko ma les'n das is gewiß.

So mancha Text hat an guaten Biß.

Schaug in Buchhandlung! Was da ois gibt.

Mit wos für Worten so mancha schiabt.

Übersetzung versuch'ns durchzuknet'n.

A jede Sprach' is dabei vertret'n.

I versuachs jetzt a amoil.

I merks des wird scho zum Ritual.

I setzt mi hi. I probier's jetzt genau.

I woaß jetzt, de Schriftsteller de san schlau.

Mia foilt nix ei

© Brigitte Obermaier, München, 06.03.1996

Mia foilt nix ei.

Des ko do net sei.

Wo hob i denn nua meine Gedank'n.

I glab de wack'ln und schwank'n.

Dabei hätt i heit so vui Zeit.

I ruah mi aus, I war ja bereit.

Mia foilt nix ei.

De is a gfrett, o mei, o mei.

Da Rauch steigt aufi auf'd Deck'n

Bitte gibt mia an Rempla, i laß mi gern aufweck'n

Grad hob I dramt, so nett.

Etza hots Telefon gleit, wer hat mi g'weckt?

Als der Grantler schlecht drauf war

© Brigitte Obermaier, München, 12.02.1995

I kenn' an Grantler, der is schlecht d'rauf..

I glab, der steht mi'm foischen Bein auf.

Der woaß gar net wos er duat.

Dem geht's wirkli net so guat.

Wer den o red, den motz er o.

A wenn der And're nix dafür ko.

Is' der Nächstbeste im Weg.

O'rempeln des ist sei Zweck.

So geht's Tog ei, Tog aus.

Wer den sigt, dem weicht er aus.

Der Grantler is' koa guat Renomee.

Bist Du's? Schnell, dann ändre di!

 

 

 

 

 

 



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